Header-Bild

Klänge des Verschweigens – Ab 26.02.2016 auf DVD

«Klänge des Verschweigens» ist ein historisches Dokumentarprojekt mit den Schwerpunkten: Musik der Zwanziger und Dreißiger Jahre, Musik im Konzentrationslager, Homosexuellenverfolgung, NS-Verbrechen und Verdrängung der Nazi-Vergangenheit in Deutschland

Ort
Deutschlandweit
DVD-Verkauf mit Extras (nicht verwendete Szenen, Interviews, Trailer u.a.) und einem 32-seitigen Beiheft zum Thema – bei "good!movies"

Veranstalter
Klaus Stanjek, Alt Nowawes 50, 14482 Potsdam

Termine
26.02.2016

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Biographie des Sängers und Pianisten Wilhelm Heckmann. Er war ausgebildeter Konzertsänger und trat seit 1923 bis in die Sechziger Jahre hin in ganz Deutschland und der Schweiz auf. In seiner eigenen Familie wurde er allerdings als das „schwarze Schaf“ behandelt. Ausgebildet als Konzertsänger („Lyrischer Tenor“) und Pianist hatte er ein breites Repertoire anspruchsvoller Arien, Chansons und romantischer Lieder bis zur Unterhaltungsmusik aus den UFA-Filmen und populären Schlagern. Mit der Gleichschaltung durch die NS-Kulturpolitik und parallel zur Ausgrenzung „entarteter Musik“ zeigten die NS-Kulturpolitiker Sympathie für seine Musik und förderten ihn – z.B. mit Hilfe des NS-Kampfblattes „Das Deutsche Podium“. Seine bisexuelle Orientierung wurde ihm in der Zeit der verschärften Homosexuellenverfolgung (1936 + 1937) zum Verhängnis. Nach Denunziation und Verhaftung wurde er (unter bisher ungeklärten Umständen) 1937 ins KZ – Dachau deportiert, später von da ins KZ Mauthausen. Trotz der extrem harten Umstände (langjährige Arbeit im Steinbruch, Bunkerhaft, Rosa-Winkel-Kennzeichnung) konnte er bis zum Kriegsende und der Befreiung überleben. Vermutlich hat seine besondere Musikalität sein Leben gerettet, als Musiker eines Lagertrios und späterer Mitwirkender des Gefangenenorchesters wurde er als Funktionshäftling behandelt und hat leichtere Aufgaben übertragen bekommen.   Der Initiator des Projektes und Autor des Dokumentarfilms, Klaus Stanjek, ist der Neffe von Willi Heckmann. In seiner Familie regierte das Gesetz des Schweigens. Eine Reihe von Familiendynamiken verhinderten bis zu Heckmanns 90. Geburtstag das offene Gespräch über sein Schicksal – unter anderem wegen der (lange verborgenen) Parteinahme der Mutter für die Nationalsozialisten. Das Projekt hat das Ziel, Materialien, Fakten und Hintergründe bereitzustellen in Form dieser Webdokumentation, einer Informationsbroschüre, möglicher Ausstellungen und eines Dokumentarfilms. Weitere Forschungsarbeiten können hier auf Dokumente, Originalquellen, Fotos und Texte zugreifen. Die Materialien stehen hier für Projekte der Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit, für Bildungsprojekte in der Jugend- und Erwachsenenbildung, für LGBT-Aktivitäten und für Interessenten an Musikgeschichte zur Verfügung.

http://www.klaenge-des-verschweigens.de/

Diese Seite empfehlen oder bookmarken

Ihre Erfahrungen im Umgang mit Rassismus?

Sie haben als Unternehmen oder Privatperson bereits Aktionen gegen Rassismus durchgeführt? Oder Sie planen eine Aktion und benötigen Unterstützung bei der Durchführung? 
Erzählen Sie uns davon!

Über Ihre Aktionen und Erlebnisse können Sie auch auf unserer Facebook-Seite berichten.

 
 
„Gib Rassismus keine Chance!” e.V. - kurz und knapp

Aufgabe und Zweck des Vereins ist die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens sowie die Mobilisierung des öffentlichen Bewusstseins gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Extremismus und Gewalt. 

Wir finanzieren uns u. a. durch Fördergelder. Die umfangreiche Arbeit des Vereins ist nur möglich durch die Unterstützung zahlreicher Förderer und Botschafter und vieler Menschen, die sich spontan und unentgeltlich bei „Gib Rassismus keine Chance!“ engagieren.

 
blank.gifzoom